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Wasserschäden durch gefrorene Leitungen stellen während Winterperioden eine regelmässig auftretende Schadenursache dar und betreffen insbesondere unbeheizte, leerstehende oder nur temporär genutzte Liegenschaften. Die technische Besonderheit solcher Schäden liegt darin, dass das eigentliche Schadenereignis nicht beim Einfrieren der Leitung, sondern zeitverzögert beim Auftauen eintritt. Diese zeitliche Entkopplung von Ursache, Schadenereignis und Schadenfeststellung erschwert die fachliche Beurteilung und beeinflusst sowohl den Schadenumfang als auch die Sanierungsstrategie. Der folgende Beitrag ordnet Wasserschäden durch gefrorene Leitungen technisch und organisatorisch ein, zeigt typische Risiken aus der Praxis auf und beleuchtet relevante Entscheidungsgrundlagen für Versicherungen und Immobilienverwaltungen.
Wasserschäden durch gefrorene Leitungen gehören in der Schweiz zu den regelmässig auftretenden Schadenursachen während Winterperioden. Betroffen sind insbesondere unbeheizte Gebäude, temporär genutzte Liegenschaften sowie leerstehende Wohn- und Gewerbeeinheiten. Technisch relevant ist, dass nicht das Einfrieren der Leitung selbst den Schaden auslöst, sondern das anschliessende Auftauen. Durch die Volumenausdehnung des gefrierenden Wassers entstehen Risse oder Materialschwächungen, die beim Wiederansteigen der Temperatur zum Wasseraustritt führen.
Für die Schadenbeurteilung ist entscheidend, dass Ursache, Schadenereignis und Schadenerkennung zeitlich auseinanderfallen können. Diese Verzögerung beeinflusst sowohl den Schadenumfang als auch die Komplexität der Sanierung.

Aus fachlicher Sicht ergeben sich wiederkehrende Risiken aus organisatorischen und baulichen Schwachstellen. Zu den häufigsten Fehlern zählen das Abstellen der Heizungsanlage ohne Entleerung der wasserführenden Leitungen, fehlende Kontrollen von Leerständen sowie unzureichend gedämmte Leitungsführungen in Aussenwänden oder unbeheizten Zonen.
Ein weiterer Risikofaktor ist die späte Schadenfeststellung. Je länger Wasser unbemerkt austritt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Sekundärschäden an Dämmungen, Estrichen und tragenden Bauteilen. Die Schadenkosten steigen dabei nicht proportional, sondern sprunghaft mit der Dauer der Durchfeuchtung.
Roland Meier beschreibt wiederkehrende Muster aus der Schadenbearbeitung:
„In der Praxis zeigt sich, dass der eigentliche Leitungsbruch oft klein ist. Der relevante Schaden entsteht durch die unerkannte Wasserabgabe über mehrere Stunden oder Tage.“
Weiter hält er fest:
„Bei Frostschäden ist der sichtbare Wasseraustritt selten das Hauptproblem. Entscheidend ist, wie viele Bauteilschichten bereits durchfeuchtet wurden, bevor reagiert werden konnte.“
Diese Einschätzungen basieren auf vergleichbaren Schadenfällen in Mehrfamilienhäusern und gemischt genutzten Liegenschaften.
Technische Prävention beginnt bei der Planung und Ausführung der Leitungsführung. Frostsichere Zonen, ausreichende Dämmung und die Vermeidung von Leitungen in unbeheizten Bereichen reduzieren das Risiko, schliessen es jedoch nicht vollständig aus.
Organisatorisch sind klare Kontroll- und Eskalationsprozesse entscheidend. Dazu gehören definierte Kontrollintervalle bei Leerständen, dokumentierte Zuständigkeiten zwischen Verwaltung, Hauswartung und Eigentümerschaft sowie festgelegte Abläufe bei angekündigten Kälteperioden.
Nach der Schadenfeststellung folgt ein strukturierter technischer Ablauf. Zuerst erfolgt die Lokalisierung der Schadenquelle und die Unterbrechung der Wasserzufuhr. Anschliessend wird der Durchfeuchtungsgrad der betroffenen Bauteile messtechnisch erfasst.
Auf dieser Basis wird ein objektspezifisches Trocknungskonzept definiert. Während der Trocknungsphase ist eine laufende Überwachung erforderlich, um den Fortschritt zu dokumentieren und Folgeschäden zu vermeiden.

Erst nach Erreichen der technisch erforderlichen Trocknungswerte erfolgt die Wiederherstellung.
Roland Meier, Bereichsleitung Trocknung positioniert sich klar zur Einordnung solcher Schäden:
„Gefrorene Leitungen sind kein aussergewöhnliches Ereignis, sondern ein kalkulierbares technisches Risiko. Entscheidend ist, ob Prozesse bestehen, die eine frühe Erkennung und eine strukturierte Bearbeitung ermöglichen.“
Für Versicherungen ist die saubere Trennung zwischen Schadenursache, Schadenereignis und Folgeschaden zentral. Nur so lassen sich Deckungsfragen und allfällige Regressmöglichkeiten fachlich fundiert beurteilen.
Immobilienverwaltungen profitieren von standardisierten Präventions- und Kontrollkonzepten. Diese tragen dazu bei, Schadenkosten zu begrenzen, Folgeschäden zu reduzieren und haftungsrelevante Fragestellungen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Wann entsteht der eigentliche Wasserschaden?
Der Schaden entsteht in der Regel beim Auftauen der zuvor gefrorenen Leitung.
Warum werden Frostschäden häufig spät erkannt?
Sie treten oft in unbeheizten oder selten kontrollierten Bereichen auf und bleiben zunächst verdeckt.
Welche Bauteile sind besonders betroffen?
Kapillaraktive Materialien wie Estriche, Dämmungen und Wandaufbauten.
Sind Frostschäden vollständig vermeidbar?
Nein. Präventive Massnahmen reduzieren Häufigkeit und Schadenumfang, schliessen Schäden jedoch nicht aus.
Warum ist Dokumentation relevant?
Sie bildet die Grundlage für technische Bewertungen und versicherungsseitige Einordnungen.
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Im Industrie- und Komplexschaden ist unser Direct Reaction Team (DRT®) darauf eingestellt, sofort zu reagieren und somit sicherzustellen, dass Betriebsobjekte, Maschinen, Einrichtungen und sonstiges Inventar schnellstmöglich in ihren ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden. Dadurch werden Kosten durch Arbeits- und Betriebsunterbrechungen deutlich reduziert und eingesetztes Kapital wirksam geschützt.
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