POLYGON Deutschland schützt den peruanischen Regenwald mit smarter Sensortechnik vor Waldbränden

Wie zerstörerisch Feuer sein kann, wissen wir nur zu gut. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Naturschutzorganisation Wilderness International ein Pilotprojekt gestartet, um den peruanischen Regenwald mit smarter Sensortechnik vor Waldbränden zu schützen. Das System erkennt Brände schon in ihrer Entstehung, um das zu schützen, was im Kampf gegen die globale Erderwärmung mit am Wichtigsten ist. Ein bisher nie dagewesenes Projekt für eine nachhaltige und grünere Zukunft.

Tropenwälder erfüllen wichtige Funktionen im Klimasystem. Einerseits nehmen sie aufgrund ihrer Biomasse große Mengen an Kohlendioxid auf und speichern den Kohlenstoff im Holz, andererseits tragen sie durch Verdunstung zur Kühlung der Atmosphäre bei und wirken somit regulierend auf das Klima.

Jedoch schrumpft die Fläche der Tropenwälder weltweit jedes Jahr weiter. Rodungen sind die Hauptursache für ihre Vernichtung, aber auch der Klimawandel trägt dazu bei. Steigende Temperaturen und Dürren führen dazu, dass die Bäume austrocknen und Waldbrände entstehen.

In Kooperation mit Wilderness International und mit Hilfe eines smarten Sensorsystems der Firma Breeze Technologies haben wir deshalb ein Pilotprojekt gestartet, um den bestehenden Regenwald vor den zerstörerischen Waldbränden zu schützen.

Das Sensorsystem wurde ursprünglich für die Messung und Verbesserung von urbaner Luftqualität entwickelt. Anhand von Luftqualitätsdaten kann das System jedoch auch als Frühwarnsystem zur Erkennung und Lokalisierung von Waldbränden vor ihrer weiteren Ausbreitung eingesetzt werden.

Zurzeit befindet sich das Projekt in der ersten Planungsphase. Das bedeutet, zunächst werden passende Orte für die Sensoren bestimmt. Um mittels Triangulation den Brandherd schnellstmöglich lokalisieren zu können, muss ein engmaschiges Überwachungsnetz des Brandschutzsystems gewährleistet sein. Außerdem gilt es, mögliche Empfangsprobleme auszuschließen, denn das besagte Schutzgebiet liegt entlang des Tambopata- Flusses, etwa 30km südwestlich von Puerto Maldonado, und somit fernab der Zivilisation.

„Wir als Brand- und Wasserschadensanierer wissen, welche verheerenden Auswirkungen ein Brand haben kann. Als Teil unserer Initiativen für eine nachhaltige Zukunft sind wir deshalb besonders stolz, dieses bahnbrechende Pilotprojekt von Anfang begleiten und unterstützen zu können“, erklärt Florian Lister, Abteilungsleiter Marketing bei POLYGON Deutschland.

„Nach ersten Schätzungen gehen wir davon aus, dass wir die ersten Sensoren im August, also pünktlich zum Beginn der Trockenzeit, in Peru installieren können. Im Laufe des Jahres geben wir über unsere Online-Kanäle regelmäßige Updates über den Fortgang des Projekts“, so Lister weiter.

Über Wilderness International

Wilderness International (WI) ist eine gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, besonders ökologisch wertvolle und akut bedrohte Wildnisgebiete zu erhalten. Sie kauft die Wildnisgebiete rechtssicher auf und schützt sie für alle Zukunft. Der Wildnisschutz ist konkret und direkt nachvollziehbar, da Spender*innen eine personalisierte Urkunde mit den Geokoordinaten des geschützten Waldstücks erhalten.


Derzeit ist die Stiftung vor allem aktiv dabei, temperierten Regenwald an der Westküste Kanadas sowie in den artenreichsten tropischen Regenwäldern im Osten Perus zu schützen. Dafür arbeitet sie u.a. mit Unternehmen und anderen Partnern zusammen, die mit jedem verkauften Produkt ein Stück Wald schützen oder ihren CO2-Fußabdruck durch Urwaldschutz ausgleichen. Dafür wurde erst kürzlich ein eigener CO2-Rechner veröffentlicht. Außerdem veranstaltet WI u.a. an zahlreichen Schulen in Deutschland Spendenläufe und arbeitet mit ihnen in der Umweltbildung zusammen. In Deutschland führt die Sitftung zudem lokale Projekte wie die Baumpflanzinitiative „Mein Baum - Mein Dresden“ durch.


Wilderness International ist eine kleine und flexible Organisation und bestrebt, ihre Mittel so effektiv wie möglich einzusetzen. Spenden, Fördermittel und ehrenamtliches Engagement stützen die Stiftungsarbeit. Die partizipative Struktur ermöglicht es, sich generationsübergreifend auszutauschen und mit immer wieder neuen Ideen zu wachsen.


Seit der Gründung 2008 konnten so bisher gemeinsam mit Schulen, Unternehmen und Privatpersonen 4,58 Millionen Quadratmeter besonders wertvoller und gefährdeter Regenwald in Kanada per Grundbucheintrag gekauft und unter Schutz gestellt werden. Die Forschungsprojekte zur CO2-Speicherung und Biodiversität der Regenwälder werden von zahlreichen wissenschaftlichen Institutionen unterstützt.

Ähnliche Nachrichten

24h: kostenfreier Service