Hochwasser in Italien

Katastrophale Überschwemmungen in der Emilia-Romagna: POLYGON Deutschland leistet länderübergreifende Soforthilfe

Die Region im Norden Italiens wurde im Mai dieses Jahres von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht, die schwere Schäden verursachten und das Leben zehntausender Menschen beeinträchtigten. Gemeinsam mit Polygon Italy und Polygon France sind wir vor Ort, um den Menschen in der Region zu helfen.

Als wir in der Gemeinde Concelice ankamen, bot sich uns ein verheerender Anblick: Die komplette Produktionsstätte des Agrar-Unternehmens war überflutet worden. Die Wassermassen hatten sich nach Kontakt mit dem umliegenden Getreide tief schwarz gefärbt und sich wie ein dunkler, zerstörerischer Schleier über die gesamte Fläche ausgebreitet – fast 15 Fußballfelder groß. Eine Katastrophe für das Unternehmen, den größten Arbeitgeber der Region.

Und leider kein Einzelfall: Überall in der Emilia- Romagna – normalerweise bekannt für ihre schöne Landschaft, fruchtbaren Böden und wirtschaftliche Bedeutung – führte die Flutkatastrophe zu weitreichenden Schäden in der Landwirtschaft, der Infrastruktur und den Wohngebieten. Durch den besonders trockenen Winter hatten sich die lehmigen Böden so stark verhärtet, dass diese kein Wasser aufnehmen konnten. Dann regnete es Anfang Mai so intensiv, dass die ersten Flüsse über die Ufer traten. Und schließlich ergoss sich innerhalb von 36 Stunden die Regenmenge eines halben Jahres auf die bereits übersättigten Böden. Viele Straßen und Brücken wurden durch das Hochwasser zerstört oder beschädigt, was zu Verkehrsbehinderungen und eingeschränktem Zugang zu ländlichen Gemeinden führte.

Besonders betroffen waren die Provinzen Bologna, Ferrara, Modena und Ravenna. In diesen Gebieten wurden landwirtschaftliche Flächen überflutet, was zu erheblichen Ernteausfällen führte und die Lebensgrundlage vieler Bauern bedrohte. Auch die Nahrungsmittelindustrie, die für die Emilia-Romagna von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist, erlitt Rückschläge aufgrund der Schäden an Lagerhäusern und Produktionsstätten. Angesichts des enormen Ausmaßes der Katastrophe wandte sich Polygon Italy schließlich an die anderen Länder der Polygon-Gruppe. Zusammen mit Polygon France lieferten auch wir von POLYGON Deutschland Personal und Equipment in die betroffene Region.

Seit Ende Mai sind wir mit Projektleitern, Einsatzleitern, Sanierungsfacharbeitern, Sanierungs-elektronikern und Maschinensanierern in der gesamten Region vor Ort. Gemeinsam mit den italienischen und französischen Kolleginnen und Kollegen müssen die vielzähligen Aufträge koordiniert werden. Die Priorität lag zunächst darin, die Überschwemmungsschäden durch Flächenreinigung, Trocknung und Desinfektion zu beseitigen, um mit weiteren Demontagearbeiten sowie Maschinen- und Elektrosanierungen beginnen zu können.

Unsere Zusammenarbeit mit den verschiedenen Ländern der Polygon-Gruppe trägt einen Teil dazu bei, die Emilia-Romagna nach der schweren Naturkatastrophe wieder auf die Beine zu bringen, um für eine langsame, aber stetige Erholung der Region zu sorgen.

Polygon Italy: „Die Überschwemmung in der Emilia-Romagna ist ein Katastrophenereignis außergewöhnlichen Ausmaßes: über 36.000 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Wir sind stolz darauf, zu den Wiederherstellungsaktivitäten beizutragen und in dieser schwierigen Zeit gemeinsam mit Versicherungsgesellschaften und Schadensregulierern an der Seite der Menschen zu stehen. Unsere Teams arbeiten unermüdlich daran, die Normalität wiederherzustellen, indem sie den betroffenen Gemeinden Hoffnung und Sicherheit geben.  Ein großes Dankeschön an POLYGON Deutschland und Polygon France, die uns von Anfang an unterstützt haben, indem sie Ressourcen über die Grenzen hinweg geteilt haben. Gemeinsam werden wir auch diese Herausforderung meistern.“

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