Sturmschaden im „Quartier am Hafen“

Sturmschaden im „Quartier am Hafen“

Ein Sanierungsprojekt mit vielen Facetten

Kurz vor Weihnachten 2023 fegte eine heftige Sturmrose über den Kölner Stadtteil Kalk und traf dabei auch das bekannte „Quartier am Hafen“ – ein großes Atelierhaus, in dem auf drei Etagen rund 80 Künstlerinnen und Künstler arbeiten.

Der Sturm beschädigte die komplette Westseite des Gebäudes. 42 Ateliers über mehrere Stockwerke waren betroffen, Flure zerstört, Wände durchfeuchtet und Technik beschädigt. Nach ersten Sofortmaßnahmen eines Mitbewerbers wurde die Baustelle jedoch nicht weitergeführt.

POLYGON übernimmt und bringt Struktur zurück

Im April 2024 erreichte POLYGON der Anruf des Gebäudesachverständigen: Man brauche dringend Unterstützung, sofort und verlässlich. Nur wenige Tage später waren unsere Kollegen Franz Josef Spinnrath und Denis Meyer (beide Projektleiter, IGK Olpe I) vor Ort, um sich ein Bild vom Schaden zu machen. Drei Tage lang dokumentierten sie das Gebäude, stimmten sich mit dem Eigentümer und den Fachleuten ab und bereiteten den Neustart der Sanierung vor.

Ende Mai begannen wir mit den ersten Arbeiten: beschädigte Ateliers wieder nutzbar machen, Trockenbau und Elektro instand setzen und Mietausfälle möglichst gering halten.

Herausforderung angenommen

Schnell wurde klar: Die Wiederherstellung würde kein Standardfall werden. Das Gebäude wurde in den letzten Jahrzehnten mehrfach umgebaut: Lagerhalle, Umbau zu Ateliers, zahlreiche Zwischenlösungen. Damit alle Bauteile wieder den heutigen Anforderungen entsprechen, mussten Architekten, Statiker, Bauphysiker und Brandschutzexperten eingebunden werden. Vor allem die Erneuerung des Daches erforderte neue Pläne und Abstimmungen und zog sich dadurch deutlich länger hin als üblich.

Schutz vor Wind und Wetter – unter einem 1.100 m² Wetterschutzdach

Um die bereits sanierten Bereiche nicht erneut zu gefährden, errichtete POLYGON gemeinsam mit einem Partnerunternehmen ein großflächiges Wetterschutzdach. Es überspannt den westlichen Gebäudeteil und schützt die Sanierungsteams seitdem zuverlässig vor Regen, Kälte und Schnee. Unter diesem Dach konnte das alte, zum Teil schadstoffbelastete Material sicher entfernt und der Neuaufbau beginnen.

Dach, Wände, Technik – ein kompletter Neuaufbau

In mehreren Etagen entstehen seitdem neue Wände, neue Elektro- und Sanitärinstallationen, neue Fassadenflächen und ein komplett neuer Dachaufbau. Wo notwendig, wurden alte Trockenbau-konstruktionen entfernt und gegen Porenbetonwände ersetzt, um den aktuellen Brandschutzanforderungen zu entsprechen.

Die Sanierung verläuft Stück für Stück, in enger Abstimmung mit dem Sachverständigen, dem Auftraggeber und den Fachplanern. Christian Caspari, Einsatzleiter IGK Olpe I, ist täglich vor Ort um die Arbeiten zu koordinieren und für einen reibungslosen Ablauf der Arbeiten zu sorgen.

Ein Projekt, das zeigt, was POLYGON ausmacht

Die Sanierung des „Quartiers am Hafen“ ist ein Beispiel dafür, wie viel Koordination, Fachwissen und Ausdauer in komplexen Sanierungsprojekten steckt:

  • Sturmschaden
  • Historische Gebäudestruktur
  • Schadstofffunde
  • Umfangreiche Fachplanung
  • Wetter- und Nutzungsschutz
  • Laufender Gebäudebetrieb

Trotz all dieser Herausforderungen geht es sichtbar voran. Ein Großteil der Ateliers wurde bereits wiederhergestellt, auf dem Dach wächst die neue Konstruktion, und parallel laufen die nächsten Arbeitsschritte für Fassade, Innenausbau und Haustechnik.

Ausblick

Anfang 2026 sollen Wetterschutz und Gerüstkonstruktionen vollständig zurückgebaut werden. Bis ca. Mitte des Jahres, sind wir noch mit dem Innenausbau und dem Austausch der ca. 1200m² großen Fassadenflächen beschäftigt. Dann wird das „Quartier am Hafen“ wieder das sein, was es seit Jahren ist: ein kreativer Ort für Kunst, Handwerk und Ideen – diesmal aber mit einem deutlich robusteren und moderneren baulichen Fundament.

24h: kostenfreier Service