Fallstudien – Wasserschaden

Berlin nach Unwetter überschwemmt

Es war ein heftiger Dauerregen, der am 29. Juni 2017 die deutsche Hauptstadt unter Wasser setzte. In ganz Berlin herrschte plötzlich Ausnahmezustand. Seit 1902 hat es kein vergleichbares Naturereignis in der Region gegeben. Die folgenden Tage waren daher eine echte Herausforderung – für die Bewohner, die Feuerwehr und auch für das Team der POLYGONVATRO-Niederlassung in Berlin.

Über 100 Schadenmeldungen und Hilferufe gingen in den ersten 30 Stunden nach dem Unwetter bei POLYGONVATRO ein. Und wir reagierten: Von Freitag bis Sonntag waren sechs Teams im Einsatz, um wichtige Sofortmaßnahmen einzuleiten.

Noch am Sonntag bestellte Dirk Frohberg, Niederlassungsleiter in Berlin, zusätzliches Equipment aus Olpe. Unser dortiges Logistikzentrum lieferte bis zum nächsten Morgen 800 zusätzliche Trocknungsgeräte, 250 Lüfter und diverse Tauchpumpen und Wassersauger – ein logistischer Kraftakt, der nur durch schnelle Reaktion, gute Koordination und entsprechende Ressourcen möglich war. Auch weitere POLYGONVATRO-Mitarbeiter aus dem Bundesgebiet kamen in den folgenden Tagen zur Hilfe.

Große Unwetter? Hier eher selten.

Starke Unwetter wie dieses sind in der Region um Berlin herum eher selten. Die letzte große Jahrhundertflut gab es hier 1902, als in nur 11 Stunden 166 mm Regen fielen. Besonders heftig war der Niederschlag damals am Unterlauf der Pranke, die solche Wassermassen bald nicht mehr fassen konnte und überlief. In der Folge wurde später der Nordgraben angelegt, der das Wasser der Pranke in den Tegeler See weiterleitete.

Damals wie heute sind zahlreiche Häuser von den Wassermassen beschädigt worden. „Es dauert vermutlich so 6 bis 10 Monate, bis hier wirklich alles wiederhergestellt ist“, schätzt Dirk Frohberg im Gespräch.

Alle waren betroffen

Auch die Gebäude der Niederlassung waren übrigens von dem Unwetter betroffen: In der Nacht von Donnerstag auf Freitag fiel hier der Strom aus – kein Internet, kein Telefon. Plötzlich war das Team wie abgeschnitten von der Welt. Jetzt hieß es schnell handeln: In weniger als zwei Stunden stand die Notstromversorgung – und das Team konnte sich an die Arbeit machen.